Im September 2026 waren 34,5 Prozent der neu zugelassenen Pkw in Deutschland reine Batterieautos. Einschließlich Plug-in-Hybriden lag der Anteil bei 45,3 Prozent. Batterieautos fahren nur mit Strom; Plug-in-Hybride haben zusätzlich einen Verbrennungsmotor.
Die Zahl stieg im selben Zeitraum, in dem eine neue Förderung für private Käufer startete. Die Zahlen lassen offen, welchen Anteil die Prämie am Anstieg hatte und ob sich der Markt dauerhaft so schnell verändert.
Was in den 45,3 Prozent steckt
Das Kraftfahrt-Bundesamt veröffentlichte die Zahlen für September am 5. Oktober 2026. Sie zeigen, welche Antriebe den hohen Elektroanteil ausmachen:
| Antrieb | Neuzulassungen im September | Anteil am Pkw-Markt | Veränderung zum Vorjahresmonat |
|---|---|---|---|
| Batterieautos (BEV) | 88.599 | 34,5 % | +94,7 % |
| Plug-in-Hybride (PHEV) | 27.681 | 10,8 % | etwa unverändert |
| BEV und PHEV zusammen | 116.280 | 45,3 % | – |
| Konventionelle Hybride | 71.190 | – | – |
BEV steht für reine Batterieautos. PHEV steht für Plug-in-Hybride. Sie haben einen Akku, den Sie am Stromnetz laden können, und zusätzlich einen Verbrennungsmotor. Konventionelle Hybride zählen nicht zu den 45,3 Prozent.
Vor allem die Batterieautos legten zu: Ihre Zulassungen stiegen um 94,7 Prozent. Bei den Plug-in-Hybriden blieb die Zahl im Vergleich zum Vorjahresmonat fast gleich. Wenn Sie wissen möchten, wie viele neue Pkw ausschließlich elektrisch fahren, sind die 34,5 Prozent entscheidend.
Förderung für private Käufer
Das neue Bundesprogramm fördert Privatpersonen, wenn sie bestimmte Einkommensvoraussetzungen erfüllen. Es gilt für förderfähige Neuwagen, die seit dem 1. Januar 2026 zugelassen wurden. Anträge sind seit dem 19. Mai möglich. Wie viel Förderung Sie erhalten, hängt vom Fahrzeug, Ihrem Einkommen und Ihrer Familiengröße ab. Auch bestimmte Plug-in-Hybride und Fahrzeuge mit Range-Extender kommen infrage.
Die Förderung für Privatpersonen belegt nicht, dass die Prämie allein den Anstieg ausgelöst hat. Der VDA, ein Branchenverband, bewertet sie als wirksam. Aus der Zulassungsstatistik geht nicht hervor, wie viele Käufer ohne Zuschuss kein Batterieauto gekauft hätten.
Die Förderauszahlungen lassen sich nicht direkt mit den Zulassungen eines einzelnen Monats abgleichen.
Was ein Monatswert nicht zeigt
Der hohe Anteil im September zeigt nicht, dass er in den kommenden Monaten ebenso schnell wächst.
Was die Zahlen für Käufer aussagen
Neuzulassungen zählen die Pkw, die erstmals in Deutschland zugelassen wurden. Sie zeigen weder direkt, was alle Autofahrer kaufen möchten, noch erfassen sie nur Privatkäufe. Auch ein starker Anstieg in einem einzelnen Monat belegt keinen dauerhaften Trend.
Für die Wahl zwischen einem gebrauchten Verbrenner, einem Hybrid und einem Batterieauto bieten die September-Zahlen nur einen Überblick über den Markt. Prüfen Sie beim konkreten Fahrzeug, ob Sie es regelmäßig laden können, ob die Reichweite genügt und ob es zu Ihrem Alltag passt. Der hohe Marktanteil beantwortet diese Fragen nicht für Ihr Auto.
Quellen und weitere Informationen
- International manufacturers double their share of registrations in a record-breaking BEV market | VDIK - Verband der Internationalen Kraftfahrzeughersteller e.V.
- BMUKN: Das Förderprogramm für Elektroautos
- Produktion und Markt im September 2026 | VDA
- Seit Mai: E-Auto-Prämie an 100.000 Antragsteller ausgezahlt | tagesschau.de
- Automarkt September 2026: Elektroautos legen zu | firmenauto
- Pkw-Neuzulassungen September 2026: Welche Hersteller vorn liegen
Dieser Beitrag ist eine allgemeine Information und keine Rechtsberatung.


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