Für den Zahnriemenwechsel gelten die Vorgaben für Ihr Fahrzeugmodell und den verbauten Motor. Die Vorgaben nennen meist eine Kilometer- und eine Altersgrenze; der Wechsel ist fällig, sobald eine davon erreicht ist. Prüfen Sie den Wartungsplan rechtzeitig und vereinbaren Sie einen Werkstatttermin.

Der Zahnriemen sorgt dafür, dass sich Kurbelwelle und Nockenwelle im richtigen Takt drehen. Reißt er, können bei vielen Motoren Kolben und Ventile zusammenstoßen und schwere Motorschäden verursachen. Eine allgemeine Faustregel reicht für die Planung nicht aus.

Wechselintervall für den Zahnriemen finden

Schauen Sie zuerst in die Betriebsanleitung, ins Serviceheft oder in den digitalen Wartungsplan. Das Intervall hängt unter anderem von Modell, Baujahr und Motorvariante ab. Wenn Sie nicht sicher sind, welche Ausführung Sie fahren, kann eine Werkstatt oder der Hersteller die Angaben anhand der Fahrzeugidentifikationsnummer (FIN) prüfen.

Die Unterschiede sind groß: Der ADAC nennt Wechselintervalle von 60.000 bis 240.000 Kilometern für bestimmte Modell- und Motorvarianten. Diese Beispiele gelten nicht automatisch für andere Baujahre oder Motoren desselben Modells. Übernehmen Sie daher keine Intervallangabe aus einer allgemeinen Tabelle, ohne sie mit den Fahrzeugdaten abzugleichen.

Notieren Sie beide Fälligkeiten: den Kilometerstand und das Datum. Bei geringer Fahrleistung erreichen Sie oft zuerst die Zeitgrenze. Ein niedriger Kilometerstand allein bedeutet also nicht, dass der Riemen noch lange verwendet werden darf.

Letzten Zahnriemenwechsel nachweisen

Prüfen Sie, wann und bei welchem Kilometerstand der Zahnriemen zuletzt gewechselt wurde. Suchen Sie dazu im Serviceheft und in der digitalen Wartungshistorie nach einem Eintrag. Auch eine Werkstattrechnung oder ein Aufkleber im Motorraum kann den Wechsel dokumentieren.

Ohne verlässlichen Beleg lässt sich der letzte Wechsel nicht sicher datieren. Klären Sie die Wartungshistorie mit einer Werkstatt oder dem Hersteller anhand der FIN. So kann die Fälligkeit für den konkreten Motor geprüft werden, statt sich auf eine Vermutung zu stützen.

Bewahren Sie nach dem Wechsel die Rechnung auf und notieren Sie Datum und Kilometerstand. Damit lässt sich der nächste Termin leichter berechnen.

Zahnriemenwechsel rechtzeitig vereinbaren

Warten Sie nicht bis zum letzten Moment, wenn die Fälligkeit näher rückt. Fragen Sie bei der Werkstatt nach einem Termin und lassen Sie sich ein Angebot für Ihr Fahrzeug erstellen. Wie lange Sie auf einen Termin warten, hängt von der Werkstatt ab. Richten Sie den Termin daher nach der Fälligkeit und danach, wann Ihre Werkstatt Zeit hat.

Vergleichen Sie beim Angebot auch den Leistungsumfang. Die Kosten hängen stark davon ab, wie gut die Werkstatt an den Zahnriemen kommt und wie lange der Wechsel dauert. Der ADAC weist darauf hin, dass die Kosten je nach Fahrzeug von wenigen hundert Euro bis in den vierstelligen Bereich reichen können. Die ADAC-Spanne ist eine allgemeine Orientierung und sagt nichts über den konkreten Preis für Ihr Auto aus.

Fragen Sie, ob Spann- und Umlenkrollen im Angebot enthalten sind. Klären Sie auch, ob die Wasserpumpe mitgewechselt werden soll. Das ist besonders relevant, wenn der Zahnriemen die Wasserpumpe antreibt. Ob der Austausch vorgesehen oder sinnvoll ist, hängt vom Fahrzeug und den Reparaturvorgaben ab.

Sichtprüfung richtig einordnen

Eine Werkstatt kann den Zahnriemen auf erkennbare Schäden prüfen. Eine unauffällige Oberfläche zeigt nicht, ob der Riemen sein vorgeschriebenes Wechselintervall bereits erreicht hat. Alterung ist äußerlich nicht immer zuverlässig zu erkennen. Lassen Sie einen fälligen Wechsel daher nicht aufschieben, nur weil der Riemen gut aussieht.

Wenn der Riemen reißt, stimmt die Steuerung von Ventilen und Kolben nicht mehr. Bei vielen Motoren führt das zu schweren Schäden. Eine Sichtprüfung hilft, Auffälligkeiten zu erkennen, ersetzt aber nicht den Wartungsplan.

Quellen und weitere Informationen
Motor & Antrieb →
Hinweis zum Fahrzeug

Angaben können je nach Modell und Baujahr abweichen. Beachten Sie die Betriebsanleitung Ihres Fahrzeugs. Eine Beschreibung im Internet ersetzt keine Diagnose am Auto.