Zeitwert Pkw Ermitteln

Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts eines Autos

Zur Ermittlung des Wertes eines Fahrzeugs werden Experten hinzugezogen, die in der Regel zur Ermittlung der Höhe der Entschädigung herangezogen werden: Im Falle eines Totalschadens ist der Wiederbeschaffungswert und der Restwert zu ermitteln. Dazu muss ein Sachverständiger den Restwert für Ihr Fahrzeug ermitteln.

Auto- & Wirtschaftlichkeit

Mit einem Lagerbestand von rund 6,3 Mio. Fahrzeugen, rund 5000.000 Haftpflicht- und rund 180.000 Kasko-Schäden pro Jahr ist es offensichtlich, dass instandgesetzte und nicht instandgesetzte Altlasten berücksichtigt werden müssen. "Bislang waren diese Einzelwertberichtigungen aufgrund früherer Verluste mehr oder weniger emotional; oft sind in der Realität praktische Vorgehensweisen wie die Hälfte der Instandsetzungskosten zu beobachten", so die Schadenexperten über die Begründungsdefizite solcher "Berechnungen".

Inwiefern und in welchem Umfang ein früherer Schaden für die Abrechnung des laufenden neuen Schadens von Bedeutung ist, richtet sich nach den verschiedenen Einzelfallgruppen. "Die Erleichterung der vorgeschädigten Bewertung in Gestalt einer Einzelbetrachtung am Kraftfahrzeug ist daher nicht zulässig", weisen die Gutachter darauf hin, dass die vorgeschädigte Wertveränderung des Gesamtfahrzeugs bei der Bewertung immer berücksichtigt werden muss.

Deshalb ist es bei der Ermittlung einer entsprechenden Reduzierung unerlässlich, die "objektive Reduzierung des bisherigen Schadens am Gesamtfahrzeug" zu ermitteln und zu beachten. Befindet sich der gegenwärtige Defekt außerhalb der Schadenzone des nicht reparierten Altschadens, hat er keinerlei Einfluß auf die Kosten der Reparatur des neuen Schadens. Überschneiden sich jedoch der nicht reparierte Altschaden und der neue Sachschaden, sind Abschläge "in dem Umfang der durch den Altschaden verursachten sachlichen Wertminderung" notwendig, um eine bereichernde Wirkung auf den Verletzten zu vermeiden.

"Von den Instandsetzungskosten des neuen Schadens ist die objektiv ermittelte Wertverminderung des Altschadens durch Vergleich des Marktwertes abzuziehen", setzt eine genaue Ermittlung des für den Altschaden erlaubten Abzuges voraus. Wie hoch ist diese "objektive Wertminderung" des Altschadens, die anstelle der reinen Instandsetzungskosten des Altschadens zu ermitteln ist? Für neuere Fahrzeuge muss jedoch eine "kaufmännische Beeinträchtigung" hinzugefügt werden.

Daraus ergeben sich Preissenkungen, zu denen die "objektive Wertminderung" hinzukommt. "In der Regel liegt die obere Grenze bei den kommerziellen Reparaturkosten", so die Aussage von Praktizierenden, d.h. bei sehr kleinen Autos entsprechen die "objektiven Wertminderungen" nahezu den gesamten kommerziellen Instandhaltungskosten. In extremen Fällen kann unter Beachtung der "objektiven Wertminderung" bei Altfahrzeugen in einem schlechten Erhaltungszustand und bei sehr vielen durch Neuschäden verursachten Schäden keine messbare sachliche Wertminderung auftreten, da diese den Wert des Fahrzeugs insgesamt nicht mehr beeinflusst.

Oft ist auch nicht klar, inwieweit sich ein früherer Schaden auf die kaufmännische Abschreibung eines neuen Schadens auswirken wird. Viele Schadensachverständige haben in der Regel in der Vergangenheit für reparierte (oder nicht reparierte) Schäden am Unfallopfer keine wesentlichen Wertminderungen festgestellt. Stattdessen muss die Altwertminderung - verursacht durch den bisherigen Schaden - ermittelt werden.

Zudem muss die kaufmännische Beeinträchtigung des neuen Schadens berechnet und die "alte" kaufmännische Beeinträchtigung davon abgezogen werden. Bei Kollisionsschäden ist eine kaufmännische Minderung säumig. Altschäden können auch einen zusätzlichen Einfluß darauf haben, ob die Behebung eines neuen Schadens überhaupt noch erlaubt ist oder ob bereits ein -unwahrer - Gesamtschaden vorlag.

Bei der Berechnung des Wiederbeschaffungswerts sind die reparierten Altlasten als kaufmännische Minderung zu betrachten.

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