Restwertermittlung Pkw

Bestimmung des Restwertes von Personenkraftwagen

der Restwert des Fahrzeugs. Experten für die ordnungsgemäße Restwertermittlung. Informationen über den Restwert des Fahrzeugs fehlen. Gesamtschaden, aber der Geschädigte nutzt weiterhin den Pkw. Die Restwerte des Fahrzeugs werden von einem Experten geschätzt.

Restwertermittlung von Fahrzeugen - Sachverständigenbüro Kersting

Wird der Schaden aufgrund eines technisch oder wirtschaftlich bedingten Gesamtschadens reguliert, ist der Schadenswert des geschädigten Fahrzeuges, der so genannte Differenzwert, ein essentieller Baustein einer Schadensfeststellung. Nach geltender Rechtssprechung ist der zu ermittelnde Residualwert der Betrag, den ein Verletzter für sein geschädigtes Auto ohne großen Aufwand auf dem lokalen Versicherungsmarkt verdienen kann. Es reicht daher völlig aus, wenn der Sachverständige den Marktwert auf dem lokalen Fahrzeugmarkt bestimmt und drei ernsthafte Offerten von lokalen Käufern als Nachweise einreicht.

Der verbleibende Wert wird vom Kfz-Sachverständigen ermittelt. Der vom Sachverständigen ermittelte Restbuchwert gibt dem Fahrzeugeigentümer eine bessere rechtliche Position gegenüber der Gegenpartei. Der BGH hat 1993 entschieden, dass der verletzte Fahrzeugeigentümer den vom Kfz-Sachverständigen festgestellten Differenzwert als Grundlage nehmen kann und die entsprechenden Ausgleichszahlungen von der Versicherungsgesellschaft erwartet (BGH, NJW 1993, S. 769).

Dem Geschädigten steht nach der obersten Gerichtsbarkeit in der Regel der Ersatzwert eines äquivalenten Fahrzeuges abzüglich des Restwerts des am Unfall beteiligten Fahrzeuges zu. Oft wird der verbleibende Wert von der Versicherungsgesellschaft zu hoch gesetzt, um weniger bezahlen zu müssen. Natürlich steht es der Versicherungsgesellschaft offen, auf eigene Kosten nach billigeren Verwendungsmöglichkeiten zu forschen.

Zu diesem Zweck muss die Krankenkasse aber auch alle planmäßigen Ausgaben abdecken (OLG Hamm, Düsseldorf, BGH). D. h., wenn die Versicherungsgesellschaft ein angemessenes Gebot vorfindet, muss sie das Unfallwagen am Unfallort des Verletzten einsammeln und alle entstandenen Unkosten tragen. Nach Ansicht des Oberlandesgerichts Köln muss der Verletzte jedoch nicht auf das Versicherungsangebot abwarten.

Die Geschädigten können das Auto nach dem aktuellen Fahrzeuggutachten entsorgen und Schadenersatz von der Versicherungsgesellschaft verlangen. Diesem Rechtsgutachten hat der BGH zugestimmt und ergänzt, dass der Verletzte die Versicherungsgesellschaft nicht über den Absatz des geschädigten Fahrzeuges unterrichten müsse. Der BGH stellt außerdem fest, dass der Verletzte möglicherweise auch zur Einholung des Kfz-Gutachtens gezwungen sein kann, wenn er seine Schadensersatzverpflichtung nicht verletzen will (Urteil vom 12.07.2005).

Im Haftpflichtfall müssen Versicherungsangebote der "Restwertbörse" nicht beachtet werden, da es sich bei den Restwertbörsen um einen speziellen und für den Verletzten nicht zugänglichen Absatzmarkt handelte (OLG Saarbrücken, Az. 3 U 790/01 - 25 unter Hinweis auf das BGH-Urteil von 1993). Das Fahrzeug kann damit zu dem vom Sachverständigen ermittelten Preis auf dem Publikumsmarkt verkauft werden.

Ausschlaggebend waren unter anderem die Gerichte in München (331 C 8633/01), Bitburg (5 C 389/01) und Kleve (30 C 282/00). Damit ist der im Internet zugängliche Absatzmarkt irrelevant. Anders ist die Rechtssprechung bei Schiffskaskoschäden.

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