Autowertrechner

So funktioniert die Autowertberechnung

Mit einem Autowertrechner können Fahrzeughalter innerhalb weniger Minuten herausfinden, wie viel ihr Fahrzeug auf dem Gebrauchtwagenmarkt noch wert ist. Zwar gibt es keine gesetzlichen Vorgaben, nach denen sie sich bei der Preisfindung richten müssen. Erfahrungsgemäß sind sie aber erfolgreicher, wenn der von ihnen veranschlagte Verkaufspreis in etwa der Einschätzung der Kfz-Experten entspricht. Ein unangemessen hoher Preis wird kaum einen Interessenten zum Besichtigungstermin locken. Ein aus Unwissenheit zu tief angesetzter Preis hingegen macht den potenziellen Käufer eher misstrauisch.

Er wird vermuten, dass sich das betreffende Fahrzeug in einem schlechten Zustand befindet oder gar einen Defekt hat, den der Verkäufer vertuschen möchte.

So kommen die Schätzwerte zustande

Autobesitzer sind oft erschrocken, wenn sie feststellen, wie gering der Preis ist, den Experten für ihr Fahrzeug nur wenige Jahre nach dem Kauf veranschlagen. Besonders im ersten Jahr nach der Neuzulassung ist diese Wertminderung extrem und beträgt rund 20 Prozent oder mehr. Anschließend verlangsamt sich diese Entwicklung. Als Richtwert gelten circa 5 bis 6 Prozent Wertverlust pro Jahr. Die Zahlen, an denen sich Gebrauchtwagenhändler aber auch Käufer orientieren, werden in regelmäßigen Abständen von Marktforschungsunternehmen ermittelt, die sich auf die Kfz Bewertung spezialisiert haben. Zu den Branchengrößen gehört beispielsweise der deutsche Automarktanalyst DAT. Ebenfalls europaweit bekannt ist die Eurotax Liste, die seit den 1960ern von der gleichnamigen Firma veröffentlicht wird.

Zunächst sammeln die Marktforschungsunternehmen Daten über die durchschnittlich erzielten Verkaufserlöse, die Fahrzeuge aller Marken und Modelle im jeweiligen Zeitraum auf dem Gebrauchtwagenmarkt erzielen. Die eigentliche Autowertberechnung basiert auf einer umfangreichen Analyse weiterer Faktoren, die auch vom Autowertrechner im Internet berücksichtigt werden. Dazu gehören die Abnutzungserscheinungen am Fahrzeug selbst, allen voran die Kilometerleistung. Auch der Pflegezustand findet Beachtung. Ein Auto, das seit seiner Erstzulassung vorwiegend in Garagen geparkt wurde, zeigt schließlich weniger Schäden an Lack und Metallteilen als ein Kfz, das über denselben Zeitraum hinweg Wind und Wetter ausgesetzt war.

Unterschiede zwischen Wertrechnern

Wertentscheidend sind neben der Marke auch die Leistungsfähigkeit und das Jahr der Zulassung. Außerdem fließen wirtschaftliche Aspekte in die Wertermittlung mit ein. Beispielsweise die Ausstattung des Fahrzeugs. Automarke, Tachostand und Datum der Zulassung werden von allen Kfz-Rechnern berücksichtigt. Detaillierte Autowertrechner fragen darüber hinaus Details der Sonderausstattung ab. Bei einfacheren Modellen kann der Nutzer zumindest markieren, welcher Ausstattungsklasse sein Fahrzeug angehört. Darüber hinaus gibt es Marken und Fahrzeugtypen, die auch über große Zeiträume stärker nachgefragt werden, als andere. Während Auslaufmodelle, die von Gebrauchtwarenhändlern in Massen abgestoßen werden, niedrigere Preise erzielen.

Nicht jeder Autowertrechner kann auf die Datensätze aller Automarken zugreifen. Unter Umständen muss der Nutzer also verschiedene Tools ausprobieren, bis er sein Modell gefunden hat. Neben kostenpflichtigen Angeboten gibt es viele Seiten, auf denen der Nutzer kostenlos berechnen kann, wie viel sein Auto noch wert ist. Manche von ihnen sind mit einem Verkaufsportal verknüpft und verlangen die Eingabe persönlicher Daten. Im Ergebnis erhält der Nutzer daher nicht nur einen Schätzwert, sondern auch ein Ankaufsangebot zugeschickt. Andere liefern den aktuellen Einkaufswert beim Händler und bieten dem Interessenten eine kostenpflichtige Analyse durch einen Sachverständigen an. Für Privatverkäufer, die ihren Gebrauchtwagen rasch und zu einem angemessenen Preis verkaufen wollen, reicht die Gratisversion des Fahrzeugsrechners aber aus.

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