Auto Leasing Restwert

Autoleasing Restwert

Die häufigste Beschwerde der Anrufer: Die Leasinggesellschaft setzt einen niedrigeren Preis für das zurückgegebene Fahrzeug als im Vertrag als Restwert fest. Mein Mietvertrag läuft bald aus. Ich bin mit dem Auto sehr zufrieden und möchte es jetzt kaufen und für den vertraglich vereinbarten Restwert an Sie verkaufen. Der Wagen kann bei Vertragsende zum Restwert erworben werden.

Sechs der sechs bedeutendsten Fallstricke im Autoleasing

Das Leasing ist eine der populärsten Formen der Finanzierung beim Neuwagenkauf. Ist man sich jedoch der möglichen rechtlichen Folgen nicht bewusst, droht eine kostspielige Überraschung. Die Mieter müssen dann befürchten, dass sie bei sinkenden Preisen am Ende der Mietdauer für gebrauchte Dieselfahrzeuge zur Zahlung aufgefordert werden. In Österreich ist Leasing sehr beliebt.

Aber auch Mietverträge bieten Potenzial für viel Konfliktmaterial. Die fünf häufigst auftretenden Streitfragen hat der Partnerjurist der D.A.S. Rechterschutz AG, Stefan Löscher, in Klagenfurt aufbereitet. Die Ausgangssituation: Der Leasingbegriff kommt in diversen Vorschriften des Österreichischen Gesetzes vor, unter anderem im Kreditwesen. Es gibt kein eigenes Leasing-Gesetz. Der Mietvertrag kann am besten als Nutzungsüberlassungsvertrag bezeichnet werden:

Die Vermieterin hinterlässt dem Mieter ein Objekt im Besitz des Vermieters zur Nutzung für einen gewissen Zeitrahmen. Der Inhalt von Leasingverträgen kann variieren. Die Vermieterin tritt als Kreditgeberin auf. Die Vermieterin oder der Vermieter finanzieren und kaufen das Fahrzeug beim Händler (Autohändler) und bleiben dessen Eigentümer. Der Mieter erstattet die Akquisitionskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten, Honorare, Refinanzierungskosten und Gewinnaufschlag.

Dem Mieter wird das Recht eingeräumt, das Fahrzeug für einen begrenzten Zeitraum zu nutzen. Das klingt simpel, hat aber viele Fallstricke: Bei fälligen Reparaturarbeiten wird der Mieter zur Zahlung aufgefordert, auch wenn er nicht der Besitzer des Wagens ist. Typischerweise übernimmt der Mieter das Risiko des "zufälligen Untergangs" - wie es das Recht vorsieht - nach Fahrzeugübergabe und der Mieter haftet für Schäden unabhängig vom Verschulden.

D. h. auch wenn das Fahrzeug versehentlich kaputt geht oder eine Reparatur erforderlich ist, muss der Mieter den vollen Betrag der Leasingrate bezahlen. Somit übernimmt der Mieter das gesamte Beteiligungsrisiko für das Leasingobjekt. Das sollten Mieter wissen", mahnt Stefan Löscher, Partnerjurist der D.A.S. Rechtschutz AG in Klagenfurt.

Wesentliche Gefahren wie Autodiebstahl oder Totalverlust werden in der Regel durch Versicherungen für das geleaste Objekt abgefangen. Dies entspricht jedoch in der Regel nicht der Höhe, die der Mieter vertraglich noch zu bezahlen hat. Der Mieter muss für diese Unterdeckung büßen. Finanzierungsleasing verhältnisse sind in der Regel begrenzt und können nur dann gekündigt werden, wenn außergewöhnliche Umstände wie die Zerstörung des Leasinggegenstandes eintreffen.

Auch wenn Sie nicht mehr bezahlen können oder wollen, müssen die Zahlungen bis zum Ende des Vertrages geleistet werden. Selbst bei unbefristeten Mietverträgen ist eine Vertragskündigung durch den Mieter in der Regel erst nach Ende der Grundvertragslaufzeit (Berechnungszeitraum) nach den Vertragsbestimmungen möglich, da ein Rücktrittsrecht in der Regel im Voraus ausgeklammert wird Löscher: "Sie sollten die Vertragslaufzeit sorgfältig prüfen, da eine frühzeitige Vertragskündigung - außerhalb des Konsumentenkreditgesetzes - entweder gar nicht möglich ist oder sonst mit hohen Vorauszahlungen zu rechnen ist.

"Bei Fahrzeugmängeln sind unmittelbare Garantieansprüche des Mieters gegen den Vermieter in der Regel vertragsgemäß auszuschließen, . Im Gegenzug werden Forderungen, die dem Vermieter gegenüber dem Autohaus stehen, an den Mieter abtreten. Allerdings heißt das auch, dass sich der Mieter bei Sachmängeln an den Kfz-Händler wendet. Problematisch: Die Garantiezeit liegt in der Regel bei zwei Jahren, aber Mietverträge haben in der Regel eine längere Laufzeit.

Es kann also passieren, dass Sie ein defektes Auto haben, es kann nicht mehr benutzt werden, keine Garantieansprüche mehr bestehen, aber die Leasing-Raten sind noch zu bezahlen. Letztendlich gibt es keine andere Möglichkeit, als die Kosten für die Instandsetzung zu übernehmen, da Sie dem Vermieter gegenüber zur Rückgabe des Fahrzeugs in einwandfreiem Zustand gezwungen sind.

Es kann jedoch immer wieder unangenehme Überaschungen beim Rücktransport des Fahrzeugs auftreten, wenn der Vermieter den Restwert des Fahrzeugs bestimmt. Im Kfz-Leasing wird in der Regel ein Restwert- Leasing (Teilamortisation) als Kontraktmodell verwendet, bei dem die verbleibende Schuld am Ende der Vertragslaufzeit berechnet wird. Der Restschuldanteil ist in der Regel der Restwert, d.h. der erwartete Absatzwert (Marktwert) des Fahrzeugs am Ende der vertraglich festgelegten Mietzeit.

Das nachträgliche Absatzrisiko liegt beim Kunden. Praktisch heißt das, wenn der vom Vermieter berechnete Restwert für das Fahrzeug nicht ausbezahlt wird. Es ist jedoch verführerisch, zu Laufzeitbeginn einen erhöhten Restwert festzulegen. Ist das Fahrzeug jedoch am Ende seiner Nutzungsdauer weniger als auf dem Fahrzeugmarkt vorgesehen, werden zusätzliche Zahlungen geleistet.

LÖSCHER: "Kunden sollten daher immer prüfen, ob der im Auftrag ermittelte Restwert nachweisbar ist. "Der Mieter ist außerdem zur Rückgabe des Fahrzeugs in einem solchen Umfang angehalten, dass es leicht wiederverwendet werden kann. Bei Farbschäden oder Verschmutzungen der Kissen drückt das Unternehmen den Restwert nach unten - und das erhöht die Selbstbeteiligung.

Diesel-Pkw: Müssen Mieter im Falle eines Wertverlustes zusätzliche Zahlungen leisten? Doch was heißt das für den Mieter - besteht das Nachzahlungsrisiko? D. A. S. Partnerjurist Löscher: "Es kommt auf die Vertragsgestaltung an, wer das Spekulationsrisiko der Leasing-Komponente übernimmt. "Das heißt: Wurde das Fahrzeug vom Käufer mit einem festen Rückgabewert gekauft, besteht das Restrisiko beim Verkäufer oder Produzenten.

Bei einem Vertragsabschluss mit so genannter Vollamortisierung ergibt sich für den Mieter am Ende der Vertragslaufzeit kein Restrisiko. Dies ist bei einem Restwertkontrakt mit Nachzahlungsverpflichtung nicht der Fall. In diesem Fall übernimmt der Mieter das verbleibende Wertrisiko. Durch den Dieselskandal und die anhaltende Diskussion um Stickoxide könnten die Restwerte am Ende der Vertragslaufzeit sinken, was zu zusätzlichen Zahlungen zu Ungunsten des Mieters führen könnte.

Weitere aktualisierte Angaben zu Ihren Rechten sind auf der Internetseite der D.A.S. Rechterschutz AG zu entnehmen. Die D. A. S. Rechterschutz AG ist seit 1956 in Österreich aktiv und spezialisiert auf Rechtsschutzversicherungen für Privatleute und Gewerbe. Die Kanzlei verfügt als unabhängiges Rechtsberatungsunternehmen über einen umfangreichen Versicherungsservice, professionelle Unterstützung durch hochqualifiziertes juristisches Personal und vorbildliche Rechtsdienstleistungen wie D.A.S. Direktthilfe® und D.A.S. Legal Advice.

Rund 400 Mitarbeitende sind österreichweit an den D. A. S. Regionalstandorten mit juristischem Know-how tätig. D. A. S. Rechtschutz AG fungiert als Mutterunternehmen der D. A. S. Czech Republic (seit 2014). Die D. A. S. Austria hat in den letzten Jahren ihre gute Marktstellung als Rechtsschutzspezialistin untermauert. D. A. S., das Vorbild für Rechtssicherheit, steht seit 1928 für Rechtsschutzkompetenz und -leistung.

Die D. A. S. Unternehmen sind heute in fast 20 Staaten der Welt tätig. Es sind die Rechtsschutzversicherungsspezialisten der ERGO Group AG, einer der großen Versicherungskonzerne in Deutschland und Europa. Diese wurden von den Juristen der D.A.S. sorgfältig erforscht.

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